Die Ueda-Techniken zielen darauf ab, muskulären Hypertonus abzubauen, das aktive und passive Bewegungsausmaß zu vergrößern, sowie Haltung und motorische Funktionen, inkl. Atemfunktion und Gleichgewicht, zu verbessern.

 

Ursprünglich für die Behandlung von Patienten mit infantiler Zerebralparese entwickelt, wird sie inzwischen auch mit Erfolg bei der Behandlung von  erwachsenen Patienten mit Hemiplegie, Multipler Sklerose, Parkinson etc. angewandt.

 

Die Zielsetzung der Ueda-Therapie ist die Reduktion des pathologisch erhöhten Muskeltonus, der ein häufiges Symptom bei Erkrankungen des ZNS ist und auch zu einer Verringerung der Mobilität und der Eigenaktivität des Patienten führt.

 

Die Ueda- Therapie setzt auf Körperstruktur/-funktionsebene (ICF) an. Die Techniken sind in der Durchführung passiv, von ihrer Zielsetzung jedoch als aktivierend zu verstehen. Sie werden eingesetzt, um bessere Voraussetzungen für die Aktivität und Partizipation (ICF) entsprechend der motorischen Möglichkeiten des Patienten zu schaffen.

 

So können die Techniken im Sinne einer Vorbereitung eingesetzt werden, um beispielsweise die  Beweglichkeit des Schultergelenks für das anschließende aufgabenorientierte Training oder auch Krafttraining zu verbessern. Durch die relativ lang anhaltende Wirkungsdauer der Techniken (mehrere Stunden bis Tage) können die Techniken auch eingesetzt werden, um dem Patienten die Durchführung seines Eigentrainings zuhause zu erleichtern.

 

Die Techniken stellen somit eine Erweiterung des Therapierepertoires dar, um in Kombination mit anderen Ansätzen den spezifischen Problemen des Patienten gezielt zu begegnen.

 

Entwickelt wurde die Ueda- Therapie 1988 von dem japanischen Kinderorthopäden Dr. Ueda.

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© Jennifer Braun